Die Rollen der Frauen in der mongolischen Gesellschaft

Die Rollen der Frauen in der mongolischen Gesellschaft

Unterordnung der Frauen in der traditionellen Gesellschaft

Mehrere westliche Spezialisten sind sich einig, dass mongolische Frauen schon traditionell einen höheren Stand in der Gesellschaft innehatten und größere Unabhängigkeit besaßen, als beispielsweise Frauen in islamischen Gesellschaften in Zentralasien, China oder Korea. Sie waren für die Zucht, für das Melken der Tiere und den Haushalt (Aufgaben, Pflichten, Umzug) verantwortlich und dies besonders in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen an denen ihre Männer beteiligt und abwesend waren.

Die Frauen waren nicht schüchtern, doch sie ordneten sich den Männern aber unter und ihre Aufgaben blieben auf den häuslichen Bereich beschränkt. Nach der Tradition passen die Frauen auf die Schafe auf und die Männer arbeiten mit den Pferden. Mongolische Männer fühlten sich ihren Frauen überlegen, gleichzeitig jedoch akzeptierten sie, dass ihre Frauen Aufgaben übernahmen, die ursprünglich ihnen oblagen wie z.B. dem Melken der Pferde. Auch bei Pferderennen partizipierten die Frauen erstmals. An den Wettbewerben im Bogenschießen haben sie schon immer teilgenommen, auch wenn diese Sportart zu den „drei männlichen Sportarten“ zählt (die anderen zwei sind Pferderennen und Ringen).

Für die Mongolen ist die Fruchtbarkeit wichtiger als die Jungfräulichkeit. Sie teilen das Interesse der Jungfräulichkeit der Frau nicht mit dem Rest Asiens.

Mit Beginn der Revolution 1921 gab es Maßnahmen, um Frauen mehr in die Öffentlichkeit zu bringen und um sie als Arbeitskraft in der Industrie einsetzen zu können. Ein Frauenüberschuss war von der Regierung gewünscht. Die Geburtenraten sollten erhöht werden. Für die Frauen war das Gebären vieler Kinder eine zivile Pflicht. Der Staat erwähnte nicht die Widersprüche zwischen diesen beiden Rollen: bei der Produktion in der Ökonomie helfen, selbst produzieren und zum  Wachstum der Bevölkerung beitragen. Dementsprechend gab es Spannungen in der Gesellschaft. Die Frauen brachten die Kinder zur Welt und mussten auf ihre Jüngsten aufpassen, demzufolge konnten nicht zur selben Zeit bei den Frauenwerken arbeiten. So blieb die berufliche Mitwirkung der Frauen in der Ökonomie oftmals auf der Strecke.

 

Ausbildung und Beschäftigung der Frauen in der Mongolei

 Heute sind die mongolischen Frauen in fast allen Ausbildungsbereichen vertreten und sie arbeiten in allen Wirtschaftszweigen. Sie repräsentierten 1985 63% der höheren Ausbildungen und 58% der spezialisierten Schulen. Sie stellten 51% aller Arbeiter, dies bedeutet ein Wachstum von 46% seit der Volkszählung von 1979.

Im Jahre 1979 waren 65% der Ärzte Frauen, 63% der Arbeitsplätze in der Ausbildungsbranche stellten Frauen, 67% der Lehrer waren Frauen und 33% der Hochschullehrer ebenfalls.Unter den Bauern befanden sich 47% Frauen und unter den Industriemitarbeitern waren 46% weiblich.

Die hohe Zahl von Frauen in der Hochschulbildung zeigt, dass sie in der Medizin, in der Pflege, der Lehre und in der Kinderheilkunde vorherrschend vertreten waren. Dies ist auf das sowjetische System zurückzuführen. Zu dieser Zeit waren die meisten Ärzte weiblich.

Die besten Forscher, Ingenieure, Mitglieder der Verwaltung oder Offiziere wurden in der Sowjetunion ausgebildet. Zwar gab es in 1989 keine Statistiken über die Präsens von Frauen in dieser Richtung, doch die Mongolen berichteten, dass einige Frauen als Pilotinnen, Richterinnen, Bildhauerinnen fungierten. Aber auch in den schlecht bezahlten Jobs, wie in der Lebensmittelindustrie, Textilindustrie und im Restaurationsgewerbe haben sie Stellung gefunden.

Die mongolischen Frauen profitierten zwar von der Gleichberechtigung, doch die, die arbeiteten, mussten „Doppelschichten“ schieben und litten stark darunter. Dieses Problem war weit verbreitet und wurde von der mongolischen Akademie der Wissenschaften untersucht. Sie stellten fest, dass das Hauptproblem darin bestand, dass Frauen viel Zeit damit verloren haben, von der Arbeit nach Hause und in die Läden zu kommen. Es gab damals zu kleine Straßen und Busse und Lebensmittelgeschäfte gab es auch zu wenig und diese hatten auch noch ungünstige Öffnungszeiten und befanden sich zudem weit außerhalb von den Wohngebieten.

Als Lösung der Probleme entschied die Regierung, das Verkehrsnetz der Busse zu erweitern und  mehr örtliche Läden (Shops, Restaurants, öffentliche Waschhäuser) zu eröffnen. Zudem gab es nun mehr Kindergärten und sie entwickelten Hausarbeitszeiten in der Schule. Fragen darüber, warum die Frauen in den schlecht bezahlten Jobs unterrepräsentiert sind und in den professionell ausgebildeten Jobs so zahlreich repräsentiert waren, hat sich niemand gestellt.

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