Tsagaan Sar

Die erste Feierlichkeit des Jahres der Mongolen, ist das Lunaneujahr, Tsagaan Sar, das soviel wie "weißer Mond" bedeutet. Wann das exakte Datum der Feiertage ist, hängt jedes Jahr erneut mit dem Luna Kalender zusammen. Tsagaan Sar ist eine große Feierlichkeit mit vielen traditionellen Zeremonien, die drei Tage lang andauern. Diese Tradition wird nun seit vielen Jahrhunderten beibehalten und die Mongolen respektieren und achten diese Feierlichkeit immer noch sehr.

Tsagaan Sar symbolisiert den ersten Tag des Frühlings, wenn der Winter endet und die Temperaturen steigen. Nach dem Gregorianischeren Kalender finden die Feiertage, je nach der Mondphase, in Januar oder Februar statt.

Die Mongolen starten mit der Vorbereitung für Tsagaan Sar einige Wochen bevor der eigentlichen Festtage beginnen. Jede Familie bereitet hunderte von Buuzs (gefüllte Teigtaschen mit Fleisch) vor und heben sie in dem Gefrierkühlfach auf, bis sie zum Neujahr gespeist werden, denn sie sind das traditionelle Neujahres Essen. Sie bereiten auch ihre eleganten Kleider vor und die Nomaden zusätzlich ihre schönsten Pferde, da sie während Tsagaan Sar ausgeritten werden.

Der Tag vor Tsagaan Sar wird ”Bituun” gennant und bedeutet "Neumond". An diesem besonderen Tag räumen die Mongolen ihr Zuhause gründlich auf, auch die Hirten säubern ihre Scheunen. Alles muss glänzen. Es werden Kerzen angezündet, um die Samsara zu beleuchten. Das Licht soll auch alle anderen Wesen erleuchten, die sich in der Buddha Phase befinden. Die Mongolen legen drei Eissblöcke vor die Tür, damit das Pferd des Palden Lhamo Gottes sie trinken kann, während der Herr die Familie drin besucht. Während der Nacht vor dem ersten Feiertag bereiten die Familien jede Menge essen vor und ein großer mongolischer Ringkampf Wettkampf wird im Fernsehen gezeigt. Außerdem organisieren sie auch große Kartenspiele für die ganze Familie, denn es heißt, die Person, die in der Nacht Glück hat, wird auch in dem folgenden Jahr Glück haben. Sie versuchen alle ihre Schulden abzubezahlen und sich zu versöhnen, um das neue Jahr unter guten Bedingungen zu starten.

Am frühen Morgen von Tsagaan Sar wird die erste Tasse Milchtee immer den Göttern gewidmet. Mit einer Schöpfkelle wird er einmal in alle viele Himmelsrichtungen gesprüht und wenn der Tag dann anbricht, werden die Familienmitglieder begrüßt. Danach gehen die Mongolen aus dem Haus hinaus und führen ihr Tsagaan Sar Ritual durch. Was sie da genau machen müssen, steht in der Zeitung, angelehnt an dem chinesischem Tierkreis.

Während der zwei Tsagaan Sar Tage (und auch oft in der folgenden Woche) besuchen die Mongolen alle ihre Familienmitglieder; sie besuchen bis zu 10 Familien an einem Tag und müssen dabei mit den ältesten Mitgliedern beginnen. Jeder Besuch hat einen bestimmten Ritual: wenn sie bei einer Familie angekommen sind, sitzt der Älteste am nördlichen Ende der Jurte und hat seinen Hut auf. Die Besucher gehen eins nach einander hin und begrüßen den Hausherrn nach der Zolgokh Tradition. Sie haben einen Khadag (blaues Tuch) auf den gebeugten Unterarmen und legen sie auf die des älteren und sagen dabei: "Amar baina uu? Sar shinedee saikhan shinelej baina uu", das soviel wie "Lebst du in Frieden? Feierst du schön das neue Jahr?". Daraufhin küsst oder riecht der Hausherr den Gast auf beide Wangen und bekommt Geld und oder Wodka. Dabei werden frisch gedruckte Noten geschenkt, um das Neue zu symbolisieren und wieviel gegeben wird, hängt von der Wichtigkeit des Gastgebers ab, meist aber bleibt der Betrag zwischen 1000 und 20000 Tugruk. Wenn dieses Ritual abgeschlossen ist, setzten sich alle um den Tisch. Auf ihm liegen ein gekochtes Schaf “Uuts” und eine Platte mit selbst gemachten Gebäcken, ”Tsagaan Sariin Tavgiin Idee”. Die Platte hat eine besondere Form, denn das Gebäck wird auf einander gestapelt und die Anzahl der Stücke ist immer unregelmäßig. Die Gastgeberin bietet Milchtee und traditionell mongolische Essen an, während die Männer ihre Schnupftabake untereinander austauschen und sich über den Winter unterhalten. Die Gäste trinken üblicher Weise drei mal, meist Wodka. Nach der Mahlzeit, wenn die Besucher gehen, bekommen sie vom Gastgeber noch ein Abschiedsgeschenk.

Für die Mongolen ist der erste Feiertag des neuen Jahres sehr wichtig, denn sie glauben, dass das folgende Jahr von diesem Tag abhängt. Deshalb haben sie das "Khiymorio Sergeekh“ Ritual, um ihr Glück herbei zu rufen und um der Natur und den Göttern zu danken, folgen Sie dem Ovoo Brauch.

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