Khoomei oder Obertongesang

Khoomei oder Obertongesang

„Khoomei“ oder auch Obertongesang genannt, ist eine Gesangskunst der Vorahnen der Mongolen. Bei dieser Kunst orientierten sie sich an der Nachahmung natürlicher Sounds, wie Wasser, Wind, Vögel, Echo der Berge, Klang des Donner und vieles andere. Die charakteristischen Merkmale des Obertongesangs ist die Stimmtechnik. Durch die richtige Technik können die Sänger simultan mehrere Sounds mit nur einer Stimme singen und dabei mehrere Stimmen auf verschiedene Arten singen. Es kommt drauf an, wie sie die Zunge und die Lippen formen und platzieren.

Der Sänger benutzt die Stimme, um einen kontinuierlichen tiefen Klang von sich zu geben und zur selben Zeit benutzen sie die Zunge, um den ausgehenden Atem zu kontrollieren und dabei regulieren sie zusätzlich die Resonanz der hohen Harmonien. Diese Gesangskunst könnte mit der Mundharmonika verwandt sein, denn dieses kleine Instrument gibt ebenfalls verschiedenste Klänge wieder: Drohne, Gesang und Kontrapunkt.

Ein Khoomei Sänger muss sich genauestens mit seinen verschiedenen Organen auskennen, um sie präzise nutzen zu können (Rachen, Stimmbänder, Mundhöhle, Zunge, Lippen und Nasenhöhle). Die professionellen unter ihnen können ihre eigene Frequenz verändern, indem sie das Volumen der Mundhöhle, die Öffnung ihres Mundes und die Position ihrer Lippen genauestens bestimmen.

Die Kunst des Obertongesangs wird schon seit Jahrhunderten in vielen Kulturen auf der ganzen Welt praktiziert. Diese Technik wurde von den Mongolen, Tuvas, Baschkiren, von den Altai-Bewohnern und den Tibetern angewendet. Aber auch Italiener (Sardinien), Inder (Rajasthan) und Südafrikaner (Xhosa) kannten sich mit dieser Technik aus und sangen mit der Khoomei-Technik.

Man hat festgestellt, dass ein zusätzlicher Klang, also ein dritter Sound mit der speziellen Technik der Tuvans möglich ist, aber bis heute weiß man nicht, wie man ihn kontrollieren kann. Der dritte Ton scheint mehr der Mundharfenkontrapunkt zu sein.

Im Gunde ist der Khoomei-Gesang ein Obertongesang und wird in sechs Kategorien unterteilt:  Khamrin Khoomii (Khoomei nasal), Bagalzuuriin Khoomii (Stimmritzen Khoomei), Tseejnii Khondiin Khoomii (Brusthöhlen Khoomei), Uruulin Khoomii (Labial Khoomei), Khosmoljin oder Turlegt Khoomii (Khoomei mit einem langen Lied kombiniert), Ttagnain Khoomi (Gaumen Khoomei). Der Hauptunterschied liegt hier an den Variationen der Techniken.

Es wird behauptet, dass der Khoomei-Gesang aus Chovd (Altai Gebirge, westliche Mongolei) stammt. Die vier berühmtesten mongolischen Khoomei-Sänger sind Suindui Jajaa, Tserendorj, Ganbold und Odsuren und sie alle kommen aus Chovd. Der Sänger Ganbold ist auch bekannt als der Interpret des Soundtracks des bekannten Films „Queen Mandukhai the wise“. Die Gesangskunst selbst wird heute in der ganzen Mongolei ausgeübt und hat sich schon vor langer Zeit aus Chovd verbreitet.

Khoomei oder besser gesagt alle Arten der Obertongesänge wirken therapeutisch. Es gab darüber einige Experimente von Forschern und Musikern und sie fanden einen Zusammenhang zwischen der Musik und der mentalen- und physischen Gesundheit der Zuhörer. Wird die Technik aus therapeutischen Gründen vorgespielt, dann aus dem Grund, dass der Zuhörer mehr Konzentration und Verstand gewinnen soll. Viele schamanische und tibetanische Gesänge werden aus den gleichen Gründen eingesetzt.

Weitere Gründe, warum sie diese Gesangskunst einsetzen: stottern, Blockaden im Hals, für Vertrauen in die Stimme, Hemmungen, Atemwegserkrankungen, Angst, Müdigkeit, Geburtsschmerzen, usw. Es gibt allerdings keine Studien, die die Wirksamkeit des Gesangs belegen.

Zusätzlich ist sehr interessant, dass diese Kunst nicht nur bei Menschen Emotionen frei setzt, sondern auch bei Tieren (Film: Die Geschichte vom weinenden Kamel)!

 

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