
Die Felshöhlen von Khoïd Tsenkher
Die Felshöhlen von Khoïd Tsenkher
Am Fuße des Chandmani-Gebirges beherbergen die Khoïd Tsenkher Höhlen Felsmalereien aus 20.000 Jahren – ein seltenes Zeugnis der Felsenkunst in Zentralasien.
Die Tsenkher-Höhlen liegen westlich des sum von Mankhan in der Provinz Khovd, etwa hundert Kilometer südlich der Stadt Khovd. Sie befinden sich in 2200 Metern Höhe an den Ufern des Flusses Khoid Tsenkher am Fuße des Gebirges Chandmani.
Die Höhlen wurden 1967 von einer sowjetisch-mongolischen archäologischen Expedition erforscht. Sie beherbergen bemerkenswerte Beispiele der Felsenkunst aus der Steinzeit in der Mongolei. Die Felsmalereien stammen aus dem Paläolithikum (20.000 – 15.000 Jahre vor Christus). Dargestellt sind verschiedene Tiere wie Stiere, Steinböcke, Wildschafe, Gazellen, Kamele, Elefanten, Strauße oder Schlangen, aber auch Bäume. Sie sind in roter Farbe gemalt. Diese Felsmalereien stehen seit 1971 unter staatlichem Schutz und sind seit 1996 auf der Tentativliste der Mongolei für das UNESCO-Welterbe eingetragen.
Eine der Höhlen ist 40 Meter lang, während die zweite, die zwei Kammern enthält, sich über 130 Meter erstreckt. Die Entdeckung dieser Höhlen hat überragende Bedeutung: Sie bestätigt die Hypothese, dass das gesamte Bergland im Westen der Mongolei bereits in der Steinzeit von Jägern besiedelt war. Sie beweist vor allem, dass die Felsenkunst ihre Ursprünge nicht nur im Westen hat, sondern auch im Herzen Asiens, in der Mongolei.
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