Das Chamarin Chiid Kloster

Etwa 45km südlich von Sainshand, auf dem Berghand des Sharil Berges, befindet sich das Chamarin Chiid Kloster, ”Vorgebirge Kloster”.

Chamarin Chiid wurde in 1821 gebaut und ist eines der drei Klöster von dem dritten Javzandamba Chudagt, Danzanravjaa (1803 – 1856), ein berühmter Lehrer und Schriftsteller.

Das Kloster war ein wichtiges Zentrum der Buddhistischen “Roten Gemeindschaft”, und der Sitz von Gobiin Dogschin Noyon Chutagt, ”Gobis Gefürchteter Edler Heiliger”. Danzanravjaa, der in der allgemeinen Kritik seiner Gesellschaft stand, kämpfte für die Gleichberechtigung der Geschlechter und gegen das Klassensystem, das während seiner Zeit mehr als entwicklungswürdig war. Er setzte sich besonders für die öffentliche Bildung ein und nutzte dabei das Chamarin Kloster. Er bildete darin eine öffentliche Schule, ein Theater, ein Museum und eine Bibliothek.

Der Namtar Duulach Datsan (Schule) entstand 1830 auf dem Klostergelände, unweit des ”Chuuchdiin Datsans”, Kinderhochschule und wurde das erste professionelle Theater der Mongolei. Die Kinder bekamen eine einfache Schulung und künstlerische Ausbildung. Oft wurden sie Sänger, Schauspieler, Maler und Bildhauer des Klosters oder des Theaterbetriebes. Das Chamarin Kloster war ein perfekter, ruhiger Ort mit Flüssen, an deren Ufer Bäume wuchsen. Nördlich befanden sich steinige Berge und viele Höhlen. Es wird erzählt, dass sich die Mönche für 108 Tage abgeschotten haben, um Yoga zu praktizieren und Meditationsübungen zu machen, damit ihre physische und spirituelle Kraft trainiert wird.

Das Kloster war voller Leben; Hunderte schauten sich das berühmte ”Saran Chochoo” Schauspiel an.

Danzanravjaa schrieb das Stück, Die Mond-Cuckou Bibliothek, ”Saran Chochoo Namtar”, im Jahre 1830. Als er starb stellte sein Gehilfe Tudev seine Texte und die heiligen Objekte des Klosters sicher. Bis 1990 blieben sie bei seinen Nachfahren unaufgedeckt. Während der Zeit, wo Noyon Danzanravjaa noch lebte, wurde dieses Stück oft vorgeführt.

Zu der Hochzeit des Klosters gaben es vier Hauptbereiche: Ost Churee, West Churee, Tsochon und Duncher, mit vier Hochschulen, mehr als acht Tempel und über fünf Hundert Lamas, die dort lebten. Der Haupttempel war ein prächtiges Monument auf zwei Etagen. Övgön Suvarga, die Stupa des alten Mannes, befindet sich außerhalb des Klosters und gehört laut Erzählungen zu den Reliquien von Danzanravjaa.

In 1938 wurde das Kloster durch die politische Säuberung in der Mongolei komplett zerstört. Heute existieren zwei kleine zeremonielle Tempel und viele religiöse Bauten wurden wieder hergestellt. Es leben mehr als zehn Lamas im Kloster.

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