Die verschiedenen Probleme der Landwirtschaft in der Mongolei

Die verschiedenen Probleme der Landwirtschaft in der Mongolei

Die verschiedenen Probleme der Landwirtschaft in der Mongolei

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  1. Mai 2012

Natürliche Katastrophen, im Mongolischen als Zud bekannt, haben seit jeher das Leben der nomadischen Viehzüchter geprägt. Allerdings waren die aufeinanderfolgenden Zuds der Jahre 2000–2001 unter den tödlichsten, die je verzeichnet wurden: Ein Drittel des mongolischen Viehbestands, etwa 10 Millionen Tiere, kamen ums Leben. Die Kälte war außergewöhnlich streng (< –50°), aber die Viehzüchter verloren ebenso viele Tiere durch mangelnde Erfahrung.

Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus kehrte eine neue Generation von Viehzüchtern aufs Land zurück. Nach drei Generationen spezialisierter Arbeit in Genossenschaftsstrukturen, unterstützt durch Veterinärdienste und Infrastruktur wie Brunnen und Winterunterkünfte, waren wichtige Fertigkeiten verloren gegangen.

*Ein Zud bezeichnet einen besonders schneereich Winter, in dem das Vieh nicht in der Lage ist, seine Nahrung unter dem Schnee zu finden, und eine große Anzahl von Tieren verhungert und erfriert. Es gibt auch Sandstürme, die die Ausbreitung von Russischem Federgras fördern – eine invasive Krautpflanze, die mit den ausdauernden Steppenpflanzen konkurriert und sie in intensiv beweideten Gebieten verdrängt.

Es ist ein Teufelskreis: Indem das Russische Federgras die ausdauernden Steppenpflanzen verdrängt und selbst nur wenige Monate im Jahr wächst, hinterlässt es bloße Erde und fördert Sandstürme, die wiederum sein Wachstum begünstigen. Heute lassen sich Viehzüchter in der Nähe von Stadtzentren nieder, um von Schulen, medizinischer und veterinärer Versorgung sowie Handelsmöglichkeiten zu profitieren.

Folglich wandern sie 50 bis 150 km um die Städte herum und wechseln 2- bis 4-mal pro Jahr ihren Lagerplatz, im Gegensatz zu ihren Vorfahren, die 8- bis 15-mal pro Jahr über Distanzen von 350 bis 700 km nomadisierten.

Man spricht von Überweide in der Mongolei; tatsächlich handelt es sich aber vielmehr um eine schlechte Verteilung der Herden. Die mongolische Steppe leidet unter Desertifikation – bedingt durch die bereits erwähnten Faktoren, aber auch durch eine Zunahme der Ziegenherde für den Kaschmirhandel.

Charlène Nomadays

Charlène war von Anfang an SEO-Redakteurin bei Nomadays und ist inzwischen Content Manager und Leiterin des Kommunikationsteams. Sie begleitet das Abenteuer mit Leidenschaft und Treue seit seinen Anfängen. Nach sieben Jahren Leben in Asien – von China über Thailand bis zur Mongolei und Südkorea – hat sie das Reisen zu ihrer Lebensweise gemacht. Verliebt in Worte, Natur und Begegnungen, bemüht sie sich, in ihren Texten eine sensible, engagierte und verantwortungsvolle Vision des Tourismus zu vermitteln. Für sie ist jeder Artikel eine Brücke zwischen Neugier, Respekt und Staunen.

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