Die niedrigste Bevölkerungsdichte in der Mongolei
- Mai 2012
Die niedrigste Bevölkerungsdichte der Welt findet sich in der Mongolei. Sie wird auf etwa 1,9 Einwohner pro Quadratkilometer geschätzt. Die Mongolei liegt zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China. Das Land hat eine Fläche von 1.565.000 Quadratkilometern und ist damit etwas kleiner als der US-Bundesstaat Alaska. Die Hauptstadt der Mongolei ist Ulan-Bator und liegt im Nordosten des Landes, etwa 200 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
Im Jahr 2000 wurde die Bevölkerung der Mongolei auf über 2.500.000 Einwohner geschätzt – fast das Doppelte seit den 1960er Jahren. Dieser Bevölkerungszuwachs ist auf die Entwicklung der Gesundheitsdienste und die Vermehrung medizinischer Einrichtungen zurückzuführen, die zu einer höheren Lebenserwartung führten. Nach Angaben von Nachschlagewerken über Nationen machen die Mongolen etwa 90 % der Bevölkerung aus und das Land ist ethnisch homogen. Kasachen stellen 4 % der Bevölkerung dar, während Chinesen und Russen den Rest bilden. Die mongolische Bevölkerung ist jung: 34 % sind unter 15 Jahren alt und nur 4 % sind älter als 65 Jahre.
Die Hauptstadt Ulan-Bator und ihre Umgebung beherbergen über 770.000 Menschen – etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes. Nach derselben Quelle waren die Mongolen zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch das Aussterben bedroht – aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung, hoher Kindersterblichkeit, Krankheiten, Epidemien und Naturkatastrophen. Nach der Unabhängigkeit 1921 begann die Regierung dieses dünn besiedelten Landes, das Bevölkerungswachstum zu fördern. Diese Politik kehrte den Rückgang um und führte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem rasanten Bevölkerungszuwachs. Dennoch bleibt die Bevölkerungsdichte der Mongolei eine der niedrigsten der Welt mit etwa 1,9 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die geringe Bevölkerungsdichte des Landes lässt sich teilweise durch seine geografischen und klimatischen Extreme erklären. Die Mongolei verfügt über sehr hohe Berge und glühend heiße Wüsten. Das Land erlebt sehr lange Winter und Temperaturen an extremen Grenzen.
Charlène Nomadays
Als SEO-Redakteurin von Beginn an bei Nomadays tätig, später zur Content Managerin und Leiterin des Kommunikationsbereichs befördert, begleitet Charlène das Abenteuer seit seinen Anfängen mit Leidenschaft und Treue. Nach sieben Jahren in Asien – von China über Thailand, die Mongolei bis nach Südkorea – hat sie das Reisen zu ihrer Lebensweise gemacht. Verliebt in Worte, Natur und menschliche Begegnungen, bemüht sie sich, in ihren Texten eine sensible, engagierte und verantwortungsvolle Vision von Tourismus zu vermitteln. Jeder Artikel ist für sie eine Brücke zwischen Neugier, Respekt und Staunen.


