Die Wahrheit über Dschingis Khan: Barbar oder Held?
Er wird oft als einer der grausamsten Kriegsführer der Geschichte dargestellt, der Blut und Zerstörung über den gesamten eurasischen Kontinent brachte... Aber war Dschingis Khan wirklich ein hinterhältiger Barbar
Er wird oft als einer der grausamsten Kriegsführer der Geschichte dargestellt, der Blut und Zerstörung über seinen gesamten Weg durch den eurasischen Kontinent brachte... Aber war Dschingis Khan wirklich ein hinterhältiger Barbar oder ein Vereiniger, der die Grundlagen der modernen Welt schuf? Das werden wir in diesem Artikel anhand historischer Daten zu ermitteln versuchen!
Zur Klarheit werden die Argumente zugunsten von Dschingis Khan in Grün geschrieben, während die Argumente gegen ihn in Rot dargestellt sind.
Jeder kennt Dschingis Khan, den Kriegsführer des 13. Jahrhunderts, dessen Kriege Millionen von Leben kosteten und überall nur Ruinen hinterließen.
Gewiß, aber man kann nicht leugnen, daß er einer der größten Anführer der Geschichte war. Als Temüdschin geboren, war er Waise und mittellos, schaffte es aber, die ständigen Zwietrachten der mongolischen Clans zu überwinden, sie zu vereinen und das größte Reich aufzubauen, das die Welt je gekannt hat, das sich vom Pazifik bis ins Herz Europas erstreckte.

------------
Beispielsweise verlor Nordchina aufgrund seiner Invasionen und der daraus resultierenden Massaker zwei Drittel seiner Bevölkerung!
Es ist anerkannt, daß die Jin-Dynastie lange Zeit die nördlichen Stämme kontrollierte, sie bezahlte, um sich gegenseitig zu töten, und sie regelmäßig angriff. Was die demografischen Veränderungen betrifft, könnten sie auf fehlerhafte Volkszählungen zurückzuführen sein, ganz zu schweigen davon, daß viele Bauern Khans Armee beigetreten sind! Diese Daten könnten also überholt wirken.
------------
Die Armeen von Dschingis Khan zerstörten ganze Städte völlig, massakrierten ihre Bewohner und verbreiteten Chaos auf ihrem Weg.
Dschingis Khan zog es vor, daß Feinde sich ergaben und Tribut zahlten, aber er glaubte tiefgreifend an Loyalität und diplomatische Gesetze. Die zerstörten Städte waren diejenigen, die sich nach ihrer Kapitulation erhoben oder seine Botschafter töteten. Seine Gerechtigkeitsvorstellung war streng.

------------
Viele Berichte zeigen, daß die Brutalität seiner Armee die Gerechtigkeit überstieg: Kinder aus dem Leib ihrer Mutter reißen, Gefangene als menschliche Schutzschilde nutzen oder die Wassergräben eroberter Städte mit Frauen füllen, um Belagerungswaffen zu stützen.
Das ist leider wahrscheinlich wahr, aber ist es wirklich schlimmer als das, was andere Armeen im Mittelalter taten? Gewiß, das entschuldigt in keiner Weise die Gräuel dieser Zeit, aber es macht Dschingis Khan zu jemandem, der für seine Zeit gewöhnlich war, und nicht zu einem bloßen blutdürstigen Wilden. Darüber hinaus schaffte die Vereinigung der Stämme die Frauenraube ab, mongolische Frauen hatten eine bessere Stellung als die meisten. Sie kontrollierten die Haushalte, konnten sich von ihren Ehemännern scheiden lassen, und waren gehörte Beraterinnen. Temüdschin blieb sein ganzes Leben bei seiner ersten Ehefrau und zog sogar den möglicherweise unehelichen Sohn derselben als seinen eigenen auf.
------------
Das von Dschingis Khan hinterlassene Erbe war eine Katastrophe: etwa 40 Millionen Tote in Europa während der Eroberungen seiner Nachkommen. 10% der Weltbevölkerung! Ganz zu schweigen von den Toten durch die Pest, die durch die Belagerung von Kaffa durch die Goldene Horde nach Europa eingeschleppt wurde.
Die Berichte über diese Fakten wurden über hundert Jahre nach dieser Zeit geschrieben, es ist also schwierig, ihnen zu 100% zu vertrauen. Außerdem profitierten die Überlebenden von den Vorteilen des Reiches von Dschingis Khan. Das mongolische Reich predigte tatsächlich religiöse Toleranz unter seinen Untertanen, Soldaten wurden gut behandelt, nach Verdiensten befördert und nicht nach Geburt, es etablierte ein riesiges Postsystem und wandte universelle Gerechtigkeit an, ganz zu schweigen vom kulturellen Beitrag.

------------
Schwierig ist auch, die Zerstörung Bagdads, der kulturellen Hauptstadt der Zeit, durch Hulagu Khan zu rechtfertigen: Bibliotheken, Krankenhäuser und Paläste wurden niedergebrannt, die Bewässerungskanäle wurden verstopft...
Es ist wahr, daß Bagdad Pech hatte, aber sein Kalif weigerte sich, sich zu ergeben und Hulagu wurde später von Berke Khan für diese unnötige Zerstörung bestraft. Obskurantismus war keine mongolische Tradition. Normalerweise retteten sie Ärzte, Gelehrte und Handwerker aus eroberten Plätzen und schickten sie überall in ihr Reich, um Wissen über die Welt zu verbreiten.
------------
Zu beachten ist auch die Zerstörung der Rus von Kiew, die ihr Volk im Mittelalter ließ, während die Renaissance sich in Europa ausbreitete?
Westeuropa war damals kein Ort des Friedens. Die Stabilität des mongolischen Reiches ermöglichte es der Seidenstraße tatsächlich zu gedeihen, was Handels- und Kulturaustauch zwischen Osten und Westen ermöglichte, und von seinem Erbe stammen Rußland und China ab, geformt aus vereinten Fürstentümern. Tatsächlich fand man lange nach dem Reich Nachkommen von Dschingis Khan unter der herrschenden Adelsschicht in ganz Eurasien.
------------
Interessanterweise (wenn man das so sagen darf): Sie, die diesen Artikel gerade lesen, könnten sehr wohl mit Dschingis Khan verwandt sein. Tatsächlich stammen heute 16 Millionen Männer von Dschingis Khan ab, das ist einer von 200! Also, was denken Sie? Kann das historische oder kulturelle Gewicht eines Anführers die Todesfälle durch seinen unaufhaltsamen Aufstieg ausgleichen? Zögern Sie nicht, uns Ihre Meinung in den Kommentaren mitzuteilen!


